Über mich
Ich mache Bücher für Kinder, die niemanden stören.
„So ein ruhiges, liebes Kind." Den Satz hörst du vermutlich öfter: beim Elterngespräch, von der Oma, im Sportverein. Er ist nett gemeint, und er beendet jedes Gespräch, bevor es angefangen hat.
Diese Kinder fühlen viel und sagen wenig. Ich will, dass sie gesehen werden, bevor sie gelernt haben, sich unsichtbar zu machen.

Salut, ich bin Nicole
Ich gebe zu: Diese Seite lag ewig in meinen Entwürfen. Über leise Kinder schreiben? Jederzeit. Über mich selbst? Hm… da bin ich dann doch wieder das Kind, das lieber in der hinteren Reihe sitzt.
Also kurz und schmerzlos: Ich bin Autorin, kreativer Kopf und ein ziemlich introvertierter Mensch. Ich weiß, wie es ist, wenn die Welt zu schnell, zu laut, zu viel wird. Und ich weiß auch, wie es ist, wenn das keiner merkt, weil man ja „so ein ruhiges, liebes Kind" ist. (Da ist er wieder, der Satz.)


Eigentlich wollte ich nur ein Malbuch machen
Ehrlich. Ein schönes Malbuch, fertig. Aber dann hat mich eine Frage nicht mehr losgelassen: Was kann das eigentlich bewirken, wenn ein Kind das ausmalt? Kann eine Seite helfen, ein Gefühl auszudrücken, für das es noch keine Worte hat? Was, wenn neben dem Luchs ein Satz steht, der stärkt? Oder eine Frage, auf die niemand eine richtige Antwort erwartet?
So wurde aus dem Malbuch Stück für Stück etwas anderes: ein Kreativ- und Mutbuch mit Mutkarten, Affirmationen und Rückzugsorten auf Papier.
Ein Raum, in dem nichts muss.
Und je tiefer ich eingetaucht bin (und wenn mich ein Thema packt, tauche ich sehr tief ein), desto klarer wurde mir, für wen ich das eigentlich mache. Für die stillen Kinder, die so oft übersehen werden. Die Parallelen zu mir selbst und zu meiner Tochter waren irgendwann nicht mehr zu übersehen. Seitdem ist es mir ernst damit.
Laut hat nicht recht, weil es laut ist.
Ob in der Schule, in Familien oder in der ganzen Debatte um ADHS, Autismus und Hochsensibilität: Wer am lautesten ruft, kommt zuerst dran. In der Klasse gilt das fürs Melden, und leider gilt es auch für Hilfe. Ein Kind, das den Unterricht sprengt, bekommt Gespräche und irgendwann jemanden, der genauer hinschaut. Ein Kind, das aus dem Fenster träumt, bekommt einen Satz mit nach Hause: „verträumt", „verspielt", „könnte mehr, wenn sie wollte". Tja. Und was machst du jetzt mit diesem Satz?
Das macht mich wütend. Die lauten Kinder können nichts dafür, sie haben es schwer genug. Lehrkräfte auch nicht, sie sollen eine ganze Klasse im Blick behalten (versuch das mal). Wütend macht mich die Idee, dass alles in Ordnung ist, solange ein Kind funktioniert.
Und das will ich ändern.
Wut allein hilft aber keinem Kind. Ändern kann ich nur, wie ich selbst hinschaue und was ich daraus mache. Dabei halte ich mich an meine drei wichtigsten Werte:
Begeisterungsfähigkeit
Ein leises Kind wird oft über das beschrieben, was ihm schwerfällt: sich melden, dranbleiben, in der Gruppe mithalten. Ich schaue zuerst, wofür es leuchtet, auch wenn es das nur still für sich tut. Deshalb gibt es in den Mutpausen-Büchern nichts zu erreichen.
Empathie
„Verträumt" ist ein Urteil von außen. Ich stelle mich erst auf den Platz des Kindes und schaue von dort, bevor ich etwas darüber sage. (An manchen Tagen hätte ich gern etwas weniger davon…) Darum schreibe ich über das, was ich beobachte. Wie dein Kind ist, weißt du besser als ich.
Sicherheit
Wer mit einem Satz wie „könnte mehr, wenn sie wollte" nach Hause geht, greift nach jeder Erklärung, die sich sicher anhört. Genau deshalb behaupte ich nichts, nur weil es gut klingt. Ich prüfe, bevor ich etwas veröffentliche, und verspreche mit meinen Büchern nichts, was ein Buch nicht halten kann.
Was die Kleinen Mutpausen sind, und was nicht
Kein Workbook. Kein Tracken. Nur Raum.
Es gibt genug Bücher, in denen Kinder Gefühle abhaken, Stimmungen protokollieren und an sich arbeiten sollen. Als hätten sie nicht schon genug Hausaufgaben. In den Kleinen Mutpausen darf ein Kind malen, träumen, kritzeln oder eine Seite leer lassen.
Das sind sie
Ein stiller Ort auf Papier, an dem dein Kind spürt: Ich bin nicht falsch.
Das sind sie nicht
Keine Therapie und keine Diagnose. Wenn dein Kind professionelle Unterstützung braucht, ersetzt kein Buch der Welt das, auch meins nicht.
Woher ich das weiß
Ich habe Soziologie und Psychologie studiert, als freie Redakteurin für Zeitungen und Online-Medien geschrieben und mich später zur technischen Redakteurin ausbilden lassen. Aus dieser Zeit habe ich vor allem eins mitgenommen: Ich lese Studien bis zum Ende und nicht nur die Überschrift. Und ich sage dir, wann etwas Forschung ist und wann meine Beobachtung.
Das Wichtigste habe ich aber nicht aus Büchern. Ich verstehe diese Kinder, weil ich selbst eins von ihnen war.
5 Dinge, die du noch nicht über mich weißt

Ich bin Hamburgerin und lebe seit über 20 Jahren in Südfrankreich. Das Franzbrötchen vermisse ich trotzdem.

Ich fotografiere leidenschaftlich gern und habe bei einem frankreichweiten Wettbewerb eine Medaille in der Kategorie „Kreativität" gewonnen.

Ich bin „Queen of Impuls" und Overthinkerin. Ja, das geht beides gleichzeitig. Nein, es ist nicht immer entspannt.

Bei mir liegen immer mindestens drei Bücher auf dem Nachttisch, die ich parallel lese. Und wenn mich ein Roman richtig fesselt, sieht man mich den ganzen Tag nicht, und 800 Seiten in zwei Tagen sind durch wie nichts.

Ich bin Team „Hund". Zu unserer Familie gehören Bärbel und Olaf. Zwei Jagdhunde, die sich auf Spinnen und Eidechsen spezialisiert haben.
Wo du anfangen kannst
FÜR DEIN KIND
Die Kleinen Mutpausen
Band 1 für Tage, an denen alles zu viel ist, Band 2 für wilde Gefühle und ruhige Momente. Dein Kind muss nichts damit machen. Es darf auch einfach nur blättern.
FÜR DICH
Der Mutpausen-Kompass
Der Mutpausen-Kompass hilft dir mit zwei Fragen, in unter einer Minute einzuordnen, ob dein Kind gerade Nähe oder Rückzug braucht.
ERST MAL REINSCHNUPPERN
Mutkarten & Newsletter
Die 6 Mutkarten gibt es kostenlos, dazu kommt mein Newsletter.
Schön, dass du hier bist. Und falls dein Kind gerade ganz still in seinem Zimmer sitzt: Es ist gut, so wie es ist. Du auch.